NATUR & TIER
GANZHEITLICH
ERFASSEN UND VERSTEHEN
LERNEN

 

Ich bin ein durchaus überzeugter Jäger und Heger – und in einer “alten” Familie von Berufsjägern und Förstern groß geworden. Wollte eigentlich wegen meiner Nähe zu Tieren unbedingt Tierarzt werden – der Numerus Clausus und die Studiengelder haben damals leider nicht gereicht. Auch esse ich immer noch gerne einen guten Wildbraten, aber …

Nach nun einiger Zeit als Jäger und Jagdaufseher, dort mit vielen guten Gesprächen, aber auch etwas inspiriert durch die Bücher von Peter Wohlleben sowie der Presse zum Klimawandel, Waldsterben und den Naturschutzbünden, machen viele dortigen Festlegungen für mich innerlich keinen Sinn mehr.

Politik und Naturschutzbünde sehen jeweils nur eine Facette der gesamten Natur und handeln oder besser “fechten” mit brachialer Gewalt in diese eine Richtung. Stichwort “Wald vor Wild”; Stichwort “Wolf”

Die Landwirtschaft fordert die Dezimierung von Lebewesen aus welch auch immer für  statistischen Gründen. Es fehlt komplett an einem Blick über den Zaun, es fehlt an vernetztem Denken (siehe meine Buchempfehlung unten, oder mal nach Frederic Vester googeln). Stichwort “Fuchsjagd, Wildschäden”

Bei allen diesen oft differgierenden Einzelinteressen will und werde ich zur korrekten Umsetzung des alten Begriffs der Waidgerechtigkeit (Hege) mein Gewissen erleichtern und mein “Jagen” zukünftig nur zu einer sinnvollen und ethisch für mich vertretbaren Weise zur Verfügung stellen. 

Ich muss für mich zunächst ein abgerundetes, ganzheitliches und vernetzt stimmiges “Bild” von NATUR-TIER-LANDSCHAFT finden.

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Natur “zunächst erst einmal ganzheitlich erfassen und verstehen lernen”, nicht auf die “Nur-mein-Wald” Philosophie mancher Forstämter hereinzufallen oder die sogenannten “Schießer” der Jäger zu bedienen, sondern von allen Beteiligten die “guten und richtigen” Argumente zu hören und dann auch für mich bewerten zu können, ist für mich der nun wichtigste Schritt. Auch im Sinne des Klimawandels sind wir dies der nächsten Generation schuldig und jeder kann vielleicht einen kleinen Schritt dazu beitragen. 

Kurzgefasst

Ich bin und bleibe gerne Jäger und Naturschützer, aber nicht “um jeden Preis” und nicht zu jedem beliebigen Zweck und schon gar nicht um einem Gewerbe zu dienen.

Ich wechsele daher die Art der Durchführung und die innere Einstellung zur Jagd. Bilde mich zunächst weiter, fotografiere und “jage” wenn möglich auf diese Weise und versuche mich in diesem Sinne für die Natur “nützlich” zu machen. Ich meine mit dieser Beschäftigung mit dem Objekt / der Natur kann ich der Kreatur gerechter werden.

Ich bin also guter Dinge und freue mich auf diesen Reset / Neustart in meiner Jagdlaufbahn. Einige Gedanken dazu habe ich hier folgend für mich als Merkpunkte aufgeschrieben.

Realisierungen :

 

Für den Bereich der Jagd kann ich gut im Rahmen der Mitarbeit in meinem Jagdverband profitieren, dort gibt es viele Jäger die so denken wie ich.

Für die Tierbiologie findet sich bestimmt der ein oder andere “mitjagende” Tierarzt.

Für den Wald und die Pflanzen bin ich noch auf der Suche, denke mir aber das es genug Förster gibt, die ein solches Ansinnen bestimmt nicht ablehnen werden.

Auch die anderen Naturschutzverbände möchte ich hören, ohne ein “verbiestertes Gegeneinander”. Mal schauen wen ich dazu begeistern kann.

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Buchempfehlung für die fundierte Auseinandersetzung mit der Angelegenheit!

Hier werden am Beispiel der Bekämpfung der Malaria sehr gute Tipps gegeben und Entscheidungsprozesse erläutert. Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen, ich habe die Empfehlungen von Prof. Dörner und seinen Mitarbeitern in meiner Dienstzeit für manch schwierige Entscheidung nutzen dürfen.

In komplexen, vernetzten und dynamischen Handlungssituationen macht unser Gehirn Fehler: Wir beschäftigen uns mit dem ärgerlichen Knoten und sehen nicht das Netz. Wir berücksichtigen nicht, dass man in einem System nicht eine Größe allein modifizieren kann, ohne damit gleichzeitig alle anderen zu beeinflussen. Können wir daran etwas ändern?
«Originelle Wissenschaft kann sich durch Verschiedenes auszeichnen: durch ungewöhnliche Fragestellungen, Methoden, Konzepte oder Begriffsbildungen. Im glücklichsten Fall durch dies alles zusammen. Mit der ‹Logik des Misslingens› liegt ein solcher Glücksfall vor.

Buchempfehlung z.B.
https://www.rowohlt.de/buch/dietrich-doerner-die-logik-des-misslingens-9783644011618